Conversion Optimierung Blog

Conversion Doktor – Gabriel Beck

Jun-11-2010

Die 7 P’s der Website Conversion

website conversionWovon wird die Conversion Rate einer Website oder eines Online Shops beeinflusst? Die 7 P’s der Website Conversion zeigen, worauf man achten muss, um die Website Conversion Rate zu optimieren. Diese Liste stammt von den Kollegen bei Seewhy aus Großbritannien, die sie in einem Webinar (49 Minuten Video siehe unten) veröffentlicht haben.

Ich finde den Ansatz ganz interessant, da das Webinar vor allem auf die Nutzung eines Webanalyse-Tools eingeht, um Conversion Schwachstellen in Prozessen aufzuspüren und dabei auch auf die Abbrecher eingeht. Laut Seewhy werden 90% der Warenkorb-Abbrecher innerhalb einer Stunde “kalt”. Das bedeutet, ein ernsthaftes Kaufinteresse schwindet bei den Kauf-Abbrechern bereits nach einer Stunde nach dem Abbruch des Kaufes.

Hier die Auflistung der 7 P’s der Website Conversion mit kurzen Erläuterungen von conversion_doc ;-)

1. Page

“Copy, Clarity, Call To Action, Layout, Offer”

Conversion beginnt auf Website oder besser noch Landing Pages. Daher sind hier das Layout, überzeugende Headlines, Klarheit und Übersichtlichkeit wichtig. Ohne dies kann sich der User nicht orientieren. Doch Orientierung ohne ein passendes Angebot (offer) macht wenig Sinn. Klickaufforderungen zeigen dem User, wo er hinklicken muss, um weiterzukommen.

2. Process

“Number of Steps, intuitive, navigation”

Die Anzahl der Prozess-Schritte kann die Conversion Rate beeinflussen. Laut Webinar von Seewhy sind 2 – 3 Schritte optimal. Dies hängt aus meiner Sicht aber auch maßgeblich von der Menge der abgefragten Daten ab. Allerdings zeigen die Shop-Systeme auch, dass selbst ein Online Shop Checkout auf nur einer Seite (one page checkout) möglich ist (wie Magento zeigt). Wichtig ist es auf jeden Fall, dass Prozesse intuitiv und leicht zu bedienen sind. Überflüssige grafische Elemente sollten entfernt werden, wichtige Elemente im sichtbaren Bereich und insgesamt nur die Daten abgefragt werden, die wirklich nötig sind.

3. Profile

“type of visitor – tracking conversion steps by source”

Unterscheiden Sie bei der Analyse des Conversion Funnels in verschiedene Traffic-Quellen. So stellen Sie sicher, ob Sie zum Beispiel bei den Suchmaschinen die falschen Keywords einkaufen, weil zu viele User noch vor dem Warenkorb abbrechen. Schalten Sie diese Keywords oder ändern Sie die Anzeigentexten, denn sie verursachen nur Kosten (es sei denn, sie sind in einer Brand-Kampagne eingegliedert).

4. Price

“is your offer competitive?”

Der Preis ist aus Sicht der User häufig das entscheidende Argument. Anmerkung: Der Preis inkl. Versandkosten! Denn hier liegt für den User häufig der Teufel im Detail. Viele User öffnen den Warenkorb häufig nur deshalb, weil sie wissen wollen, wie hoch die Versandkosten sind. Dies müssen unbedingt sichtbar im Produkt und wenn möglich sichtbar in der Navigation abgebildet werden. Preise zu vergleichen, ist häufigt der einzige Grund, warum User einen Online Shop besuchen. Versuchen Sie mit anderen Argumenten und Services den Besucher von sich zu überzeugen, dies kann den 5 € höheren Preis rechtfertigen.

5. Protection

“safety, security, testimonials, security seals, reviews, warranties, returns”

Sicherheit, Testimonials und Garantien sorgen dafür, dem User die Angst zu nehmen. Über das Thema Conversion steigern durch Vertrauen habe ich schon öfter geschrieben, daher hier ein Artikel-Link

6. Performance
“Quality of experience, Quality Score Google, Page loads”

Die Performance eines Shops ist nicht nur aus Suchmaschinen-”Sicht” wichtig. Auch der User mag es, wenn die Prozesses schnell und ohne Probleme ablaufen. Lange Ladezeiten dagegen nerven den User und können bei Extrembeispielen bis hin zum Verlassen des Online Shops führen und es ist wahrscheinlich, dass der User diesem Online Shop keine zweite Chance gibt.

7. Post

“post-session, follow up abandoned sessions immediately”

Ein recht neuer Aspekt, bzw. einer der häufig vernachlässigt wird, ist der Umgang mit Kaufabbrechern. Ich denke, dass dies in deutschen Online Shops noch nicht so verbreitet, aber dennoch sehr wichtig ist. Häufig gibt es gute Gründe für einen Kaufabbruch – warum also nicht den User fragen, warum er den Prozess abgebrochen hat? Mit diesen Erkenntnissen können Sie unzufriedene Kunden für die Zukunft vermeiden.
Tools sind zum Beispiel 4Q und Kampyle.

Fazit
Ich denke auch bei dieser List gilt: “To be continued…”, denn es fehlen wichtige Punkte wie Relevanz, Wording und die emotionale Komponente des Online Shoppings! Ansonsten finde ich den Ansatz, den User per Online Survey nach dem Grund seines Abbruchs zu befragen interessant und schwierig zugleich, denn nicht jeder User wird bereitwillig auf Fragen eingehen wollen.

Quelle

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  1. Die 7 P’s der Website Conversion - crealytics Blog ... schrieb:

    [...] die Produkte und die jeweilige Zielgruppe betrifft. Einige gute Ansatzpunkte zur Optimierung hat conversiondoktor unter dem Titel Die 7 P’s der Website Conversion zusammengefasst.Die Auflistung ist definitiv als minimal must-have zu verstehen, so dass einige [...]

  2. Die 7 P’s der Website Conversion - crealytics Blog ... schrieb:

    [...] die Produkte und die jeweilige Zielgruppe betrifft. Einige gute Ansatzpunkte zur Optimierung hat conversiondoktor unter dem Titel Die 7 P’s der Website Conversion zusammengefasst.Die Auflistung ist definitiv als minimal must-have zu verstehen, so dass einige [...]

  3. Philipp ... schrieb:

    mit Interesse habe ich die Artikel zur LP-Optimierung gelesen! Ein dickes Kompliment von meiner Seite…

    Beste Grüße

  4. Martin Tauber ... schrieb:

    Wirklich sehr interessanter Artikel. Der Link wurde auf dem Office-Server abgespeichert und dient uns nun bei unseren Optimierungen! Großes Lob, sehr informativer Blog!

    Beste Grüße aus Südtirol!

  5. conversiondoktor ... schrieb:

    Vielen Dank für das Lob!

    Und viele Grüße zurück nach Südtirol – da war ich erst letzte Woche. Das wunderschöne Wetter und die Aussicht vermisse ich jetzt schon.

    Viele Grüße
    Gabriel Beck

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