A/B Test für Produktdetailseite // Preis + Button nebeneinander




Im Ladengeschäft ist das alles sehr einfach:

A/B Testkonzept Online ShopsIch sehe ein Produkt an dem ein Preis-Schild hängt. Anschließend gehe ich mit diesem Produkt zur Kasse und bezahle das, was auf dem Schild stand. So weit so gut. Die Tatsache, dass ein Preis-Schild am Produkt angehängt wurde, gibt mit das sichere Gefühl, dass das Produkt tatsächlich so viel kostet, wie ausgewiesen.

Beim Online Shopping ist das ähnlich. Nur, dass der Preis und der „Kaufen“ Button hier nicht immer nebeneinander stehen, oder zumindest in der Nähe.

Eine A/B Testing Case Study zeigt, wie es sich auswirkt, wenn Preis und Button direkt nebeneinander stehen.

 

A/B Testkonzept – Preis und Button zusammenbringen

Gefunden habe ich die Case Study bei → http://visualwebsiteoptimizer.com/split-testing-blog/ecommerce-increase-sales/

Getestet wurde auf der dynamischen Produktdetail-Seitev von Taylor Gifts.

 

Die Ausgangssituation (A – control)

In der Ausgangs- Situation befindet sich der Preis am Produkt-Titel. Der Button ist im unteren Bereich abgebildet.

Kontroll Gruppe

 

Die Optimierung (B – variation) // +10% Uplift Klickrate

Die optimierte Variante vereint den Button und den Preis an einer Stelle. So  kann man auf einen Blick: Preis, Button, Verfügbarkeit, Bewertung und Menge wahrnehmen. Der Uplift (die Klickrate auf den Button) wurde mit +10% angegeben.

Optimierte Variante

Wie sieht die Praxis aus?

Das Ergebnis scheint nach kurzem (oder längerem) Überlegen eigentlich nachvollziehbar: Der Nutzer möchte ein Produkt zu einem bestimmten Preis kaufen. Wenn Preis und Button zusammen „stehen“, dann ist sich der Nutzer auch sicher, dass er das Produkt zu dem angegebenem Preis bekommt.  Der kognitive Aufwand wird minimiert. „Ich will das Ding zu 19,99“ kaufen – fertig. Der Blick muss hierfür nicht hin- und herfahren.

Warum macht amazon.de das anders?

Wenn man sich die Produktdetail-Seite von amazon.de anschaut, muss man allerdings feststellen, dass die das (bewusst?) anders machen: Der Preis steht in der Mitte.

Beispiel: amazon.de

amazon.de

Die Annahme, die hier getroffen werden kann: Der Blick der Nutzer wird (wahrscheinlich) zunächst auf das Bild gelenkt, anschließend in die Mitte des Contents. Hier steht der Preis, der rot gefärbt ist.  Auch diese Überlegung ist nachvollziehbar. Doch amazon steht damit ziemlich alleine da, denn viele Websites machen das anders.

Andere Beispiele dazu:

Andere Online Shops scheinen hier genau nach dem getesteten Muster zu verfahren, sie bringen Preis und Button zusammen:

Beispiel: notebooksbilliger.de

notebooksbilliger.de

Beispiel: ebay.de

ebay.de

Beispiel: otto.de

otto.de

 

Fazit: A/B Testkonzept Preis und Button zusammenbringen

Das Testkonzept ist relativ simpel und über dynamische Produktdetail-Seiten auch schnell zu testen. Ich selbst habe diese Konzept noch nicht getestet, bin allerdings sehr neugierig, warum amazon.de (die bekanntlicher weise sehr viel testen) den Preis in der Mitte darstellt? Liegt amazon falsch?

Weitere Testkonzepte gibt es in der Kategorie „Testkonzepte„!








About the author
Gabriel Beck
Gabriel Beck ist Mitglied der Geschäftsleitung beim Conversion Spezialist Web Arts AG. Kontakt zu: Google+ Facebook Fanpage




9 Kommentare für: A/B Test für Produktdetailseite // Preis + Button nebeneinander

Gerrit

Amazon darf das anders machen! Die haben den eCommerce so sehr geprägt, dass die sich die Leute so erzogen haben, wie die es woll(t)en! 😉
Aber ein guter Hinweis, Danke!

    conversiondoktor

    Die Frage ist: ob es besser funktioniert, wenn man das ändert? 😉

Gruendercoach

Also erst mal vielen Dank für den guten Artikel.

Ja das mit Amazon ist wirklich eine gute Frage, aber könnte das
nicht auch einer gewissen Gewohnheit der Nutzer geschuldet sein ?

Ich finde diese Test immer sehr Inspirierend 🙂

conversiondoktor

Dass große und bekannte Seiten unser Surf-Verhalten prägen, ist ja bekannt. Die Frage, die sich mir stellt: Ist der mittig platzierte Preis bei amazon.de das Resultat eines Tests, oder haben sie den Preis bisher bewusst nicht verschoben? Wenn es das Ergebnis eines Tests wäre, dann zeigt dies eindeutig, dass man es unbedingt mal untersuchen sollte!

Joco123

Hmm… klingt einleuchtend. Vor allem, wenn der Anbieter mit einem besonders günstigen Preis wirbt, kann ich das nachvollziehen.
Meines Erachtens paßt die Denkweise aber nicht ganz, wenn der Kauf eines Produktes weniger vom Preis als mehr vom emotionalen oder informativen Faktor abhängt. Will ich, dass der Kunde in einer Produktseite auch die Benefits meines Produktes liest, muß ich ihn auch dahinleiten. Denn in diesem Fall sind die Infos/Emotionen der Hebel zum Kauf und nicht der Preis.
Würde also diese Reihenfolge vorschlagen: Produktname, Preis (als Initial-Info), dann Kurztext/USP des Produktes, Pflichtangaben wie Menge, Größe etc. (wird das vom Kunden übersehen, werden unnötige Fehlermeldungen hervorgerufen), und dann der Kaufen-Button. Dieser natürlich reichlich prominent in der grafischen Gestaltung und im sichtbaren Bereich platziert.

Mobilschleuder

Vielleicht hat Amazon aber auch einfach nur noch kein Conversiontesting implementiert?
Ansonsten bin ich der gleichen Meinung wie Gerrit: Amazon darf sich (auch gegenüber den Kunden) scheinbar alles erlauben. Ist halt Amazon. Die Marke machts.

Wobei: Was würde Amazon bei dem Traffic, den die haben wohl für Umsätze erzielen können, wenn der Shop conversionfreundlich wäre?

Take me to auction » Links der Woche: Google Shopping, das perfekte eBay Listing, Amazon-Bezahldienst

[…] A/B Test für Produktdetailseite // Preis + Button nebeneinander Via: Conversiondoktor […]

myblogtrainer

Hab mal ein wenig bei Dir geblättert. Sehr gute Anregungen 🙂
Ein wichtiger Punkt bei der Conversion-Optimierung ist das Bezahlsystem. Findet der User nicht seine Lieblingsbezahlart, sinkt die CR. Also… welche Bezahlsysteme kommen beim deutschen Kunden am besten an. Hast Du da einen Link zu einer Studie oder Erfahrungswerte?
bg Chris 🙂

Gerhard Klassen

Maybe the CTA Button+Price has no impact on the Conversion.
If so many people get used to this position it is not necessary to change that.





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