Wer suchet, der findet! Usability Fehler, die man vermeiden kann!




Wer suchet, der findet...Wer suchet, der findet… oder auch nicht? Die Suchfunktion ist für viele Online Shops wichtiger Bestandteil für den Verkauf. Doch leider stolpert man hin und wieder über Shops, bei denen der Nutzer schon vor dem Suchen gefrustet ist.

Heute mal ein kurzer Blogpost, dafür komme ich schnell auf den Punkt.

Die Bezeichnung von Suchfunktionen kann mitunter einen gehörigen Einfluss auf die Nutzung der Suche selbst nehmen. Dabei fängt die Suche schon vor der Suche an! Hä? Ja genau vor der Suche!

 

Hier ein paar Beispiele, wie Suchfunktionen in Shops aussehen können:

Suchfunktion Beispiel 1

Suchfunktion Beispiel 2

Suchfunktion Beispiel 3

Suchfunktion Beispiel 4

Suchfunktion Beispiel 5

Suchfunktion Beispiel 7

Suchfunktion Beispiel 6

 

Alle Suchfunktionen gleich?

Nein – Das Label für die Suche steht entweder

  • a) über dem Feld
  • b) Vor dem Feld
  • c) im Feld
  • d) auf dem Call-To-Action (Button)

Ich möchte mich auf den Fall c) fokussieren, bei dem das Label „Suche“ im Feld steht. Teilweise gibt es auch Varianten, bei denen das Label um eine Eingabe-Aufforderung erweitert wird.

Zum Problem

Für den Fall, dass das Label im Feld steht, kann es zu Verwirrungen beim Nutzer kommen.

„Muss ich auf den Button klicken, damit ich zur Suche komme“?

Dass dies in der Realitität passiert, zeigt folgende Auswertung für die letzte Suchfunktion:

Suchfunktion Beispiel 6

Die Auswertung in Google Analytic beweist, dass die Nutzer direkt auf die Lupe klicken, um zur Suche zu kommen, denn das häufigste Suchwort lautet…. „PRODUKTSUCHE“ (siehe Screenshot).

Häufigste Suchbegriffe

 

Das Problem bei fehlerhaften Suchbegriffen ist, dass häufig auch keine adäquate 0-Treffer Seite vorhanden ist. Somit kommt der Nutzer direkt auf eine leere Seite mit hässlicher Warnmeldung, obwohl der Nutzer doch nur zur Suche wollte!

 

Die Konsequenz

Das Label „PRODUKTSUCHE“ wurde anschließend ÜBER das Eingabe-Feld gesetzt und das Eingabefeld leer gelassen. Die Suchanfragen für „PRODUKTSUCHE“ gingen auf 0 zurück!

Suchfunktion nachher

Fazit

Usability-Hürden lauern auch heute noch überall. Dieses kleine Beispiel zeigt, dass der Teufel im Detail liegt. Der Einfluss auf die Conversion Rate ist natürlich marginal, allerdings fließt die Benutzerfreundlichkeit auch unterbewusst in den Gesamt-Eindruck eines Online Shops mit ein und daher sollten solche vermeidbaren Fehler auch tatsächlich vermieden werden 😉








About the author
Gabriel Beck
Gabriel Beck ist Mitglied der Geschäftsleitung beim Conversion Spezialist Web Arts AG. Kontakt zu: Google+ Facebook Fanpage




9 Kommentare für: Wer suchet, der findet! Usability Fehler, die man vermeiden kann!

Wolfgang

Hallo,

vielen Dank für den Post.

Mit der „Konsequenz“ bin ich nicht so ganz einverstanden, da hier Birnen mit Äpfel verglichen werden.
Nachdem das Feld leer gelassen wurde, ist doch ganz klar, dass das Ergebnis nun gegen 0 gehen muss. Außer jemand tippt ins Suchfenster „PRODUKTSUCHE“ ein. Damit dieser Test zu einem aussagekräftigen Ergebnis kommt, müsste nach der Umstellung mit leeren Suchanfragen verglichen werden.

Der obige Vergleich dient wohl eher für die Chefetage, um zu zeigen wie toll die Optimierung angeschlagen hat. 😉

lg

Birger

Die Frage ich mir dann stelle, ob danach die Suchen mit leerere Suchanfrage gestiegen sind? Das wäre ja durchaus auch möglich 🙂

    conversiondoktor

    Berechtigte Frage!
    Antwort: Die leeren Suchanfragen haben sich nicht verändert!

    Gruß,
    Gabriel

Frank

Trotz weiterer Eingrenzungen auf leere Suchanfragen bin ich nicht mit dem Ergebnis einverstanden. 😉

Das verwendete Suchfeld sieht nicht deutlich wie ein Feld aus, sondern wie ein Button. Als Folge dessen, wird auch häufiger einfach mal so geklickt.
Interessant wäre zusätzlich gewesen, wie sich das Beispiel mit der Kennzeichnung „Bitte Suchbegriff eingeben“ im Vergleich schlägt.

    conversiondoktor

    Nicht einverstanden sein, ist genau das, was uns antreibt – insofern finde ich Deinen Einwand top! 😉

    Der beschriebene Schritt war ein erster Schritt 😉 Der Kontrast ist noch zu gering. Das Feld noch nicht als solches erkennbar, das wissen wir.
    Wir arbeiten weiter dran!

    Danke für den Kommentar!

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